Die Magie der Rauhnächte

Die zwölf Nächte nach der Wintersonnenwende können wir für
lichtvolle Rituale in der Natur nutzen, um uns auf das neue Jahr vorzubereiten
und kraftvolle Impulse zu entwickeln

Unsere germanischen und keltischen Vorfahren lebten nach dem Mondkalender, ihr Jahr hatte 13 Monde. Doch um das Sonnenjahr zu vervollständigen fehlen 12 Nächte, das sind die Rauhnächte. Diese Nächte haben höchste Magie, denn sie stehen außerhalb der Zeit. Die Schleier zur geistigen Welt sind in diesen Nächten besonders durchlässig, und wer mag, kann durch die Pforten in andere Welten schreiten. Doch ist es gut, sich auf die intensiven Erfahrungen und Wahrnehmungen vorzubereiten, am besten mit Ritualen und Zeremonien in der Natur. Schon immer haben Schamanen, Druiden und Weise gewusst, dass die Natur am besten dabei hilft, Übergänge zu meistern und unvoreingenommen Abstand vom Alltag zu finden. In der Natur können wir uns für die Geheimnisse und Kräfte der Rauhnächte leicht und vertrauensvoll öffnen.
Es ist eine Zeit der Ruhe und Stille, die Bäume haben ihr Laub abgeworfen, Pflanzen verharren reglos und Tiere halten Winterschlaf. Es ist eine besondere Zeit des Übergangs für Pflanze, Tier und Mensch. Für uns kann es eine Zeit der Innenschau sein, der inneren Einkehr und Bestandsaufnahme. Welche Qualitäten tragen wir in uns? Was wollen wir für das kommende Jahr entwickeln? Welche Visionen wollen wir verwirklichen?

Wenn wir hinaus gehen, Wind und Wetter spüren und die Zeichen und Impulse der Natur wahrnehmen, können sie uns Antwort auf unsere drängendsten Fragen geben. Wir können sie lesen und verstehen, denn wir sind selbst Naturwesen und fühlen die Resonanz im tiefsten Inneren. Wir brauchen nur aufmerksam zu schauen und zu lauschen. Entdecken wir eine Schnecke, kann sie uns auffordern, langsamer zu machen und uns Zeit zu nehmen für jeden Schritt. Ein großer Baum kann uns Hinweis geben, uns stärker zu verwurzeln. Ein Tier, dem wir begegnen, kann uns eine Botschaft schenken. Alles in der Natur kann zu uns sprechen, wenn wir ruhig und vertrauensvoll lauschen.

Wie wäre es, wenn wir während der kommenden Rauhnächte in den Wald gehen und den Kräften der Natur begegnen?

In vielen Traditionen gibt es Bräuche für diese Zeit, die uns helfen, die transformierende Kraft dieser Zeit für uns zu nutzen, um so das vergangene Jahr gut abzuschließen und uns auf das neue vorzubereiten. Die Natur kann uns Vorbild sein, wir können uns angenommen und geborgen fühlen.

Die Naturcoachin Kerstin Peter hat wundervolle Rituale und Übungen in der Natur entwickelt, die uns helfen, den Alltag hinter uns zu lassen und zur Ruhe zu kommen, jeder Rauhnacht wird dabei ein Monat des folgenden Sonnenjahres zugeordnet. Die erste Rauhnacht steht für den Januar, die zweite für den Februar und so fort. So können wir einen Blick in die Zukunft werfen und uns auf das Kommende ausrichten.
Es ist hilfreich, wenn wir uns auf diese intensive Zeit gut vorbereiten und dann ganz bewusst eintauchen. Es gibt keine allgemein gültigen Regeln für eine sinnvolle Vorbereitung, aber alles, was reinigt und klärt, ist hilfreich.
Wir können die Wohnung putzen und räuchern, um Altes zu vertreiben und neue Energien einzuladen. Schließen wir mit allem ab, was noch offen ist, sei es eine Rechnung, die noch nicht beglichen ist, oder ein klärendes Gespräch mit einem nahestehenden Menschen. Wir können allen emotionalen Ballast abwerfen, uns von unliebsamen Gewohnheiten lösen und von lästigen Verhaltensweisen verabschieden.

Ritual für den »Freudesinn«

Mit einem Ritual für den Freudesinn zur Wintersonnenwende können wir uns auf die kommenden Rauhnächte einstimmen. „Freudesinn“ ist eigentlich kein Wort der deutschen Sprache, drückt aber wunderbar aus, was der Sinn des Rituals ist. Nehmen wir uns einen Moment Zeit ganz für uns und schreiben auf, was wir im vergangenen Jahr an freudigen und schönen Erlebnissen hatten. Wann haben wir uns glücklich und frei gefühlt? Bei welchen Erinnerungen wird uns warm ums Herz? Wann haben wir gelacht oder bekamen ein Lächeln geschenkt? Bedanken wir uns im Geiste bei denen, die uns dabei begleitet haben. Vielleicht möchten wir uns persönlich bedanken, dann sollten wir nicht lange warten und gleich zum Telefon greifen.
Genießen wir den Rückblick und die Freude, die wir empfunden haben. Diese kleine Übung zeigt uns, dass wir alles aus zwei Perspektiven betrachten können. Ist unser Glas halb voll oder ist es halb leer? Vielleicht können wir uns auch in Zukunft daran erinnern, dass es immer zwei Seiten gibt.

Die Übungen und Rituale, die Kerstin Peter in ihrem Buch vorstellt, schulen die Sinne und fördern unsere Wahrnehmung, Affirmationen unterstützen uns beim Wechsel ins neue Jahr. Sie können allein oder zu zweit durchgeführt werden.
Mit ihnen eröffnen wir einen Raum für Visionen und tiefe Einblicke. So können wir die Magie in unser Leben einladen und Dinge auf wundervolle Weise zum Glücklichen verändern.

Christiane Schöniger
Magazin-Herausgeberin, Messe- und Veranstaltungsorganisatorin, Neuseelandreisen
www.christiane-schoeniger.de


Wenn dieser Blog-Artikel interessant für dich war:

Kerstin Peter
Rauhnächte
Wirksame Impulse aus der Natur für die 12 magischen Nächte
160 Seiten, broschiert, mit zahlreichen farbigen Abbildungen
978-3-8434-1516-3
Schirner Verlag 2022

Blick ins Buch: https://www.schirner.com/files/leseproben/1516_Leseprobe.pdf

Hier geht es zum Buch »Rauhnächte«

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