Wenn der Frühling kommt, die Natur erwacht und wir die ersten warmen Sonnenstrahlen in vollen Zügen genießen, hat der Rhabarber seinen großen Auftritt: Je nach Witterung ist er bei uns ab März oder April frisch erhältlich – traditionell bis zum 24. Juni, dem Johannistag. Danach beginnt für die Pflanze die Zeit der Regeneration.
Die saure Versuchung – kurz & knackig
Botanisch gesehen, ist Rhabarber kein Obst, sondern zählt wie Spargel zu den Staudengewächsen. Er kommt von weit her. Seine Wurzeln liegen in China, der Mongolei und dem Himalaya-Gebiet, wo er ursprünglich als Heilpflanze eingesetzt wurde. Erst im 18. Jahrhundert gelangte er nach Europa und ist heute ein kulinarisches Highlight.
Rhabarber punktet mit viel wertvollem Vitamin C, Kalium, Phosphor und Ballaststoffen. Roh sollte er jedoch nur in kleinen Mengen verzehrt werden. Vor allem die Blätter sowie die grünen Teile der Stangen enthalten viel Oxalsäure. Diese kann Kalzium und andere Mineralstoffe binden, wodurch der Körper sie schlechter aufnehmen kann. Beim Kochen sinkt der Oxalsäuregehalt jedoch deutlich, sodass Rhabarber bekömmlich wird.
Die Zubereitung ist ganz einfach: Rhabarber putzen, schneiden und entweder mit weiteren Zutaten zu Konfitüre oder Chutney einkochen oder ihn im Ofen in einen fruchtig-frischen Kuchentraum verwandeln.
Lust auf eine Kostprobe? Dann hat unser Autor Roland Rauter in seinem Buch »einfach vegan – eiweißreich genießen« genau das Richtige für euch: ein Rezept für einen unwiderstehlich leckeren Rhabarberkuchen, der der Star auf jedem Kaffeetisch ist.
Veganer Rhabarberkuchen
Zutaten:
Für den Belag:
• 1 kg Rhabarber
• 120 g brauner Zucker
• 2 EL Kartoffelstärke
Für den Teig:
• 480 g glattes Weizenmehl
• 360 ml Sojadrink
• 200 g Zucker
• 140 g Sojajoghurt
• 80 g Kichererbsenmehl
• 6 EL Haselnussöl
• 2 EL Weinsteinbackpulver
• je 1 TL Vanillepulver und Zimt
• 1 Prise Salz
Außerdem:
• etwas aufschlagbare Soja Cuisine
• ein paar gehackte Pistazien
Zubereitung:
Für den Belag Rhabarber schälen, in ca. 1 cm große Stücke schneiden, in eine Schüssel geben und mit Zucker und Stärke vermengen.
Für den Teig Weizenmehl, Kichererbsenmehl, Zucker, Backpulver, Vanillepulver, Zimt und Salz in eine Schüssel geben.
Sojadrink, Sojajoghurt und Haselnussöl mit einem Schneebesen gut verrühren. Flüssigkeit mit dem Schneebesen unter das Mehl rühren.
Einen Backrahmen auf ein mit Backpapier belegtes Blech stellen und den Teig hineinfüllen. Rhabarber darauf verteilen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad Celsius ca. 45 Minuten backen.
Anrichten:
Soja Cuisine aufschlagen. Rhabarberkuchen auf Tellern platzieren, mit einem Klecks Creme anrichten und mit gehackten Pistazien bestreuen.
Backt euch den Frühling auf den Teller, und genießt das süß-saure Rhabarberglück!
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einfach vegan – eiweißreich genießen
Roland Rauter
Bestell-Nr. 1209
ISBN: 978-3-8434-1209-4
Schirner Verlag 2015


