Liebe Leilani, das Thema »Lionsgate« ist neu auf dem deutschen Buchmarkt. Wie bist du auf das Thema gekommen, und was hat dich motiviert, dieses Buch zu schreiben?
Das Löwentor begleitet mich schon seit vielen Jahren. In meinen Tagebüchern taucht es bereits 2005 auf, lange bevor im deutschsprachigen Raum überhaupt über das Lionsgate gesprochen wurde. Jedes Jahr Ende Juli und im August hatte ich das Gefühl, dass sich etwas in mir verändert. Die Träume wurden intensiver, ich fühlte mich stärker mit der Natur verbunden und spürte eine tiefe Sehnsucht nach einem größeren Zusammenhang.
Es war, als würde mich diese besondere Zeit Jahr für Jahr rufen. Ich konnte damals noch nicht erklären, warum das so war, doch das Lionsgate löste eine so tiefe Resonanz in mir aus, dass ich mich ihm einfach öffnen wollte. Ich begann, den Zeichen zu folgen, meine Erfahrungen aufzuschreiben und immer tiefer in seine Mysterien einzutauchen.
Mit der Zeit wurde mir bewusst, dass das Lionsgate für mich wie ein zweites Neujahr ist: eine Zeit der Neuorientierung und inneren Ausrichtung. Irgendwann entstand der Wunsch, all das Wissen, die Erfahrungen und die Rituale in einem Buch zusammenzuführen und andere Menschen auf dieser Reise zu begleiten.
Welche berührende Transformation hast du selbst schon in der Zeit des Lionsgate erlebt?
Die größte Veränderung war die Erkenntnis, dass wahre Schöpferkraft in jenem Augenblick erwacht, in dem sich Himmel und Erde in unserem Herzen berühren.
Während einer Lionsgate-Periode schrieb ich die Worte: »Innere Kraft gepaart mit dem Löwenherz führt zur Magie des Herzens.« Ich bekam dabei eine solche Gänsehaut, weil plötzlich so vieles Sinn ergab. Seitdem begleitet mich das Löwentor wie die Erinnerung daran, dass wir Teil eines viel größeren Ganzen sind. Dass wir kosmische Wesen sind, die sich Schritt für Schritt an ihr wahres Erbe und ihre innere Ganzheit erinnern.
Was kann sich im Leben der Leserin oder des Lesers ändern, wenn sie oder er diese besondere Zeit mit deinem Buch begeht?
Das Buch möchte nichts hinzufügen. Es erinnert an etwas, was längst in uns angelegt ist. Wer die achtzehn Tage bewusst durchlebt, erfährt oft, dass sich der Blick auf das eigene Leben verändert.
Plötzlich werden Zusammenhänge sichtbar, die zuvor verborgen waren. Entscheidungen gewinnen an Klarheit. Visionen, die lange nur eine leise Ahnung waren, beginnen, Gestalt anzunehmen. Wir können Fähigkeiten wiederentdecken, die wir längst glaubten vergessen zu haben. Andere spüren deutlicher, welchem Ruf sie wirklich folgen möchten.
Für mich gleicht das Lionsgate dem Eintritt in eine neue Windung der Schöpfungsspirale. Wir kehren nicht an denselben Punkt zurück, sondern betreten eine neue Ebene unseres Weges. Und die Reise endet nicht mit dem 12. August. Seine Sternenspuren ziehen sich weit durch das Jahr und berühren uns immer wieder, wenn Vollmonde, besondere Himmelskonstellationen und die heiligen Schwellen des Jahres die Erinnerung an unsere Visionen erneut zum Leuchten bringen. Viele Leserinnen und Leser berichten, dass sie noch lange danach spüren, wie sich etwas in ihnen neu ausrichtet und Schritt für Schritt seinen Weg ins Leben findet.
Genau das ist das größte Geschenk des Lionsgate: Wir erkennen, dass unser Leben größeren Rhythmen folgt. Und unser Herz weiß oft schon lange, wohin die Reise als Nächstes führen möchte.
Woran merke ich, dass mich die Energie des Lionsgate durchfließt?
Oft berührt uns das Lionsgate lange bevor wir seinen Namen kennen. Einige erleben diese Zeit sehr körperlich: Sie fühlen sich müder als sonst, benötigen mehr Ruhe oder nehmen ihre Gefühle intensiver wahr. Andere berichten von ungewöhnlichen Zufällen, tief berührenden Begegnungen oder dem Eindruck, dass das Leben sie behutsam in eine neue Richtung führen möchte.
In meinen eigenen Tagebüchern finden sich immer wieder Einträge über intensive Träume, tiefe Innenschau und das Gefühl, dass etwas Neues geboren werden möchte. Fast jedes Jahr begleitet mich in dieser Zeit die Wahrnehmung, dass sich unter der Oberfläche bereits eine neue Bewegung vorbereitet.
Ich glaube, das wichtigste »Symptom« des Lionsgate ist etwas ganz anderes: Wir beginnen wieder, zu lauschen. Wir nehmen feiner wahr, was uns wirklich nährt, welche Vision nach Verwirklichung ruft und welcher Teil unseres Lebens nach Veränderung verlangt. Gleichzeitig berührt uns eine Sehnsucht, die tiefer reicht als die Fragen des Alltags – die Sehnsucht nach einem größeren Zusammenhang, nach unserer kosmischen Herkunft und nach jener stillen Vertrautheit, die uns beim Blick in den Sternenhimmel manchmal plötzlich durchströmt.
Darum lade ich in dieser Zeit dazu ein, den eigenen Rhythmus etwas zu entschleunigen. Mehr Zeit in der Natur zu verbringen. Den Träumen Aufmerksamkeit zu schenken. Momente der Stille zu suchen und darauf zu vertrauen, dass sich nicht alles sofort erklären muss. Das Lionsgate zeigt sich oft wie ein leiser Ruf aus der Zukunft. Wir können noch nicht erkennen, wohin er uns führen wird, und dennoch spüren wir, dass sich eine neue Spirale unseres Lebens bereits zu entfalten beginnt und etwas Größeres seinen ersten Herzschlag in uns tut.
Warum sind es genau 18 Tage, und wie hast du die Bedeutung jedes einzelnen Tages erkannt?
Ich habe das Lionsgate nie als einen einzigen Tag erlebt.
Für mich beginnt die Reise mit dem planetarischen Neujahr am 26. Juli und führt bis zum 12. August durch verschiedene Qualitäten und innere Schwellen. Mit den Jahren entstand immer deutlicher das Gefühl, dass diese Passage einer Spirale gleicht, in der sich bestimmte Themen in einer ganz eigenen Ordnung entfalten.
Jeder Tag trägt eine bestimmte Qualität in sich und lädt uns zu einem weiteren Schritt der Reise ein. Erinnerung, Ausrichtung, Schöpferkraft, Vertrauen, Vision und Verkörperung bauen aufeinander auf und bilden gemeinsam einen Weg, der uns hilft, bewusster durch Übergänge und Neubeginne zu gehen.
Die Bedeutung der einzelnen Tage entstand aus vielen Jahren der Beobachtung, intensiver Recherche, meiner eigenen Erfahrungen mit dem Lionsgate und dem Wunsch, etwas, was ich zunächst nur intuitiv wahrgenommen habe, in eine Form zu bringen, die auch andere Menschen auf ihrem Weg unterstützen kann. Mir war wichtig, aus dem Löwentor keinen abstrakten spirituellen Begriff zu machen, sondern eine lebendige Erfahrung und eine praktische Begleitung.
Gleichzeitig ist die Reise durch die achtzehn Tage kein festes Regelwerk. Ich verstehe sie vielmehr als eine Einladung. Jeder Mensch darf die Impulse auf seine eigene Weise erleben, Rituale verändern, ergänzen oder ganz eigene Schwerpunkte setzen.
Manche werden die Reise jedes Jahr während des Lionsgate bewusst begehen, andere wählen ein anderes Zeitfenster, wenn sie vor einem Neubeginn stehen oder spüren, dass ihr Leben nach einer neuen Ausrichtung ruft.
Du hast jetzt häufiger von einer Spirale gesprochen. Was genau meinst du damit?
Ich stelle mir das Leben gern wie eine große Schöpfungsspirale vor. Wir begegnen ähnlichen Themen oft mehrfach, doch niemals an derselben Stelle. Mit jeder bewussten Reise durch das Löwentor betreten wir gewissermaßen ein neues Klassenzimmer unseres Lebens. Wir nehmen das Gelernte mit und öffnen uns für die nächste Ebene unseres Weges. Die achtzehn Tage können zu einem bewussten Weg werden, der uns immer wieder einlädt, eine neue Windung unserer Schöpfungsspirale zu betreten und uns an jenes größere Wesen zu erinnern, das wir in Wahrheit sind.
Wie war der Schreibprozess, und auf welche Quellen hast du dich bei der Recherche gestützt?
Der Schreibprozess war selbst eine Reise.
Viele der Themen in diesem Buch begleiten mich schon seit Jahrzehnten. Seit über zwanzig Jahren beschäftige ich mich mit dem Mayakalender, mit den großen Zyklen des Lebens und mit der Frage, weshalb bestimmte Zeiten des Jahres uns auf so besondere Weise berühren. Mich haben schon immer jene Themen angezogen, die in mir eine tiefe Resonanz auslösen. So begann ich, mich mit dem alten Ägypten, mit Sirius, dem heliakischen Aufgang der Blauen Sonne, den Löwenwächtern und verschiedenen spirituellen Überlieferungen zu beschäftigen. Dabei ging es mir nie darum, etwas beweisen zu wollen. Es war vielmehr eine spielerische und zugleich sehr tiefe Neugier, die den einzelnen Spuren gefolgt ist und aus vielen kleinen Puzzleteilen nach und nach ein größeres Bild entstehen ließ.
Gleichzeitig flossen viele Jahre persönlicher Erfahrungen, Rituale und Tagebuchaufzeichnungen in dieses Buch ein. Manche Gedanken begleiten mich seit fast zwanzig Jahren und haben sich mit jedem Lionsgate weiter vertieft.
Dieses Buch ist deshalb weder ein reines Sachbuch noch ein persönlicher Erfahrungsbericht. Es ist die Einladung, gemeinsam einer Spur zu folgen, die mich seit vielen Jahren begleitet und die mich immer wieder an das Wunder der großen Zyklen und an unser kosmisches Erbe erinnert.
Welche Bedeutung hatte das Löwentor in alten Kulturen?
Im alten Ägypten markierte der heliakische Aufgang des Sirius, also das Wiederauftauchen am Nachthimmel, nachdem der Stern ein halbes Jahr nicht zu sehen gewesen war, den Beginn eines neuen Jahres. Er war mit Erneuerung, Fruchtbarkeit und einem neuen Zyklus verbunden, denn er kündigte die Nilflut an. Die Löwen galten als Hüter der Schwelle zwischen dem Alten und dem Neuen.
Auch heute öffnet das Löwentor einen Raum, in dem wir uns an die großen Zyklen des Lebens erinnern und bewusster in einen neuen Abschnitt unserer eigenen Schöpfungsspirale eintreten können.
Kannst du uns mehr über die Hüter des Übergangs erzählen?
Für mich sind die Löwen vor allem ein Symbol. Sie stehen für Mut, Würde und die Bereitschaft, eine Schwelle zu überschreiten. In vielen Überlieferungen erscheinen Löwen als Wächter zwischen Welten. Sie erinnern uns daran, dass jeder Neubeginn Mut braucht und dass wir manches Alte hinter uns lassen müssen, um in einen neuen Zyklus einzutreten.
Muss ich mich mit Astrologie oder alten Kulturen auskennen?
Überhaupt nicht. Das Lionsgate möchte erfahren werden. Man muss keine Sternbilder kennen und kein Vorwissen mitbringen. Es genügt, sich für die eigene innere Reise zu öffnen.
Was kann die Leserin oder der Leser aus den Ritualen mitnehmen?
Die Rituale schenken uns einen geschützten Raum, in dem wir für einen Moment aus der Geschwindigkeit des Alltags heraustreten und uns wieder mit dem verbinden können, was tief in uns lebendig ist. Sie laden dazu ein, den Blick nach innen zu richten und Fragen zu stellen, die im Lärm des Alltags oft keinen Platz finden: Wofür bin ich hier? Welche Vision möchte durch mich Gestalt annehmen?Welche Gabe möchte ich stärker in die Welt bringen? Welcher Teil meines Lichtes sehnt sich danach, gelebt zu werden?
Für mich liegt die eigentliche Magie der Rituale darin, dass sie keine fertigen Antworten geben wollen. Sie öffnen einen Raum. Einen Raum, in dem wir wieder beginnen, zu lauschen. Einen Raum, in dem wir uns an unsere innere Weisheit erinnern und spüren, dass unser Leben Teil einer viel größeren Geschichte ist.
Manchmal genügt schon ein kleines Ritual, eine Kerze, ein Gebet oder ein paar Minuten unter dem Sternenhimmel, damit wir uns mit jenem Teil von uns verbinden, der die Sprache der Sterne nie vergessen hat.
Wie würdest du das Lionsgate mit fünf Wörtern beschreiben?
Erinnerung. Löwenherz. Sternenruf. Schöpfungsspirale. Neubeginn.
Und zum Schluss: Was ist dein persönliches Lieblingsritual?
Die Wahrheit ist: Ich mag alle Rituale in diesem Buch. Jedes von ihnen trägt eine eigene Qualität in sich und begleitet einen bestimmten Schritt der Reise durch das Löwentor. Manche laden dazu ein, innezuhalten, andere öffnen den Blick für neue Visionen oder erinnern uns an unsere Schöpferkraft.
Mein ganz persönliches Lieblingsritual steht allerdings gar nicht im Buch. Ich liebe den Abend des Tags außerhalb der Zeit, den 25. Juli. Wenn die Dunkelheit die Welt umhüllt und ich tief in die Stille der Nacht atme, gehe ich gern nach draußen und schaue einfach in den Sternenhimmel. Für ein paar Augenblicke wird alles still, und ich erinnere mich daran, dass dieselben Sterne schon über unzähligen Generationen geleuchtet haben. In diesen Momenten spüre ich besonders deutlich, dass unser Leben in etwas viel Größeres eingebettet ist und dass sich am Horizont bereits eine neue Schöpfungsspirale ankündigt. Für mich ist das der Augenblick, in dem sich die Schwelle zwischen dem alten und dem neuen Zyklus öffnet und die Reise durch das Lionsgate ihren ersten Atemzug nimmt. Der Tag außerhalb der Zeit liegt mir besonders am Herzen. Deshalb habe ich auf meiner neuen Homepage www.lionsgate-buch.de ein kostenfreies Freebie mit Impulsen für diese besondere Schwelle zusammengestellt. Es ist eine Einladung, die Reise durch das Löwentor ganz bewusst zu beginnen.
Vielen Dank, Leilani, für diese spannenden Einblicke.
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