Thema: Loslassen/Abschied
In dieser elften Rauhnacht durchschreitest du das Tor des Wandels und lässt hinter dir, was nicht mehr zu dir gehört. Es gibt Momente, in denen die Welt den Atem anhält, weil sich tief in dir etwas verschiebt. Leise. Unaufhaltsam. Neu. Diese Nacht gehört dir. Sie führt dich zu dir selbst, hinter all die Rollen, Stimmen und Erwartungen. Der Nebel lichtet sich nicht auf einmal, aber du weißt: Der nächste Schritt ist deiner.
Schwelle des Übergangs
Du stehst an einem geheimnisvollen Ort: nicht mehr ganz im Alten, noch nicht ganz im Neuen. Einem Dazwischen, einem diffusen Zwischenraum aus Atem, Erinnerung und Ahnung. Hier geschieht Wandlung. Sie webt sich still durch dein Sein, kaum spürbar und doch unwiderruflich. Vielleicht spürst du ein Ziehen in deiner Seele. Ein Flüstern aus der Zukunft. Ein Licht, das zögernd durch den Nebel dringt. Es lädt dich ein, bewusst zu wählen. Bevor du weitergehst, legt sich dieser Moment wie eine liebevolle Hand auf deine Schulter. Er hält dich nicht zurück, er schiebt dich nicht vorwärts, sondern schenkt dir einen Blick auf das Wesentliche. Was bleibt? Was darf sich wandeln? Und was wartet schon auf dich jenseits dessen, was du einst warst?
Schreite durch den Nebel
Die heiligen Nächte sind ein dunkler Fluss – nicht bedrohlich, sondern voll mütterlicher Kraft, die dich über die Schwelle trägt. Er hält dich, während du still wirst, um neu zu beginnen. Denn auch das Loslassen ist ein schöpferischer Akt. Und der Nebel, durch den du schreitest, ist nicht leer – er ist der sprudelnde Ursprung des Neuen.
Ritual der Wandlung: Das Tor des Abschieds
Setze dich an einen stillen Ort. Schließe die Augen, und stell dir vor, du stehst vor einer in Nebel gehüllten Brücke. Hinter dir: das, was war. Vor dir: das, was werden könnte – noch unbenannt, aber spürbar. Blicke still, klar und ohne Urteil zurück. Was darf dort bleiben, wo du herkommst? Welche Rollen, Pflichten, Bilder von dir verlieren ihre Gültigkeit? Wende dich nach vorn. Und wenn du bereit bist, geh in deiner Vorstellung über die Brücke – mit jedem Schritt lichtet sich der Nebel. Es ist nicht das Wissen um den Weg, das dich leitet, sondern deine Bereitschaft, das Alte loszulassen. Atme. Du bist schon auf der anderen Seite.
Öffne die Augen, und halte deine Erkenntnisse fest.
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